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Verfahrensstand FFH

Update 02 / 2018

Aktueller Stand der Vorbereitung des Ausweisungsverfahrens

Vor der Einleitung des bevorstehenden Ausweisungsverfahrens wird derzeit die öffentliche Auslegung bzw. die Bekanntmachung der öffentlichen Auslegung nach § 24 Abs. 2 NatSchG sowie die Beteiligung (Anhörung) nach § 24 Abs. 1 NatSchG vorbereitet.

Gemäß § 24 Abs. 3 Satz 1 NatSchG werden die Beteiligung und die öffentliche Auslegung gleichzeitig im Zeitraum vom 09. April 2018 bis zum 08. Juni 2018 erfolgen.

Sachinformationen zum Verfahren (insbes. Kartenviewer, FAQs, Allgemeine Informationen) können bereits ab Anfang März 2018 unter der Internetadresse https://www.ffh-bw.de/ abgerufen werden.


Öffentliche Bekanntmachung des Regierungspräsidiums Karlsruhe

Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe zur Festlegung der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Verordnung – FFH-VO)

Das Regierungspräsidium Karlsruhe beabsichtigt, zur Festlegung der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Gebiete) eine Verordnung gemäß § 36 Absatz 2 des Gesetzes des Landes Baden-Württemberg zum Schutz der Natur und zur Pflege der Landschaft (Naturschutzgesetz – NatSchG) vom 23. Juni 2015 (GBl. S. 585), zuletzt mehrfach geändert durch Art. 1 des Gesetzes zur Änderung des Naturschutzgesetzes und weiterer Vorschriften vom 21.11.2017 (GBl. S. 597, ber. S. 643, ber. 2018, S. 4), zu erlassen.

Anlass hierfür ist die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen - zuletzt geändert durch die Richtlinie 2013/17/EU des Rates vom 13. Mai 2013; FFH-Richtlinie), welche - zusammen mit der Vogelschutz-Richtlinie (Richtlinie 2009/147/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten - zuletzt geändert durch die Richtlinie 2013/17/EU des Rates vom 13. Mai 2013) Grundlage für die Errichtung des zusammenhängenden europäischen ökologischen Netzes mit der Bezeichnung NATURA 2000 ist. Innerhalb dieses Schutzgebietsnetzes sollen durch den Erhalt der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen die biologische Vielfalt und das europäische Naturerbe bewahrt werden.

Gemäß Artikel 4 Absatz 4 FFH-Richtlinie sind die FFH-Gebiete von den Mitgliedsstaaten als besondere Schutzgebiete auszuweisen. Dies erfolgt in Baden-Württemberg durch gebietsbezogene Bestimmungen des Landesrechts im Sinne des § 32 Absatz 4 des Gesetzes über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG) vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2542), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15. September 2017 (BGBl. I S. 3434).

Das nach § 36 Absatz 2 Satz 1 und Absatz 3 in Verbindung mit § 23 Absatz 8 NatSchG für die Ausweisung zuständige Regierungspräsidium Karlsruhe kommt mit dem Erlass einer Rechtsverordnung den europarechtlichen Verpflichtungen nach. Der Erlass soll mittels einer Sammelverordnung in Übersichtskarten sowie in Detailkarten mit genauer Abgrenzung der FFH-Gebiete im Maßstab 1:5.000 einschließlich der gebietsweise konkretisierten Erhaltungsziele für die in den FFH-Gebieten vorkommenden Lebensraumtypen und Arten erfolgen. Dies bedeutet, dass alle FFH-Gebiete im Regierungsbezirk Karlsruhe in einer Verordnung ausgewiesen werden.

Regierungsbezirksübergreifende FFH-Gebiete werden von demjenigen Regierungspräsidium ausgewiesen, in dessen Bezirk der überwiegende Flächenanteil des regierungsbezirksübergreifenden FFH-Gebiets liegt (§ 36 Absatz 3 NatSchG in Verbindung mit § 23 Absatz 8 Satz 2 Halbsatz 1 NatSchG).

Der räumliche Geltungsbereich der Sammelverordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe erstreckt sich daher auf den Landkreis Rottweil und den Ortenaukreis im Regierungsbezirk Freiburg sowie auf die Landkreise Böblingen, Heilbronn, Ludwigsburg und den Main-Tauber-Kreis im Regierungsbezirk Stuttgart.

Die 48 zu verordnenden FFH-Gebiete betreffen 196 von 216 Gemeinden im Regierungsbezirk Karlsruhe sowie 11 Gemeinden im Regierungsbezirk Freiburg und 9 im Regierungsbezirk Stuttgart.

Die im Bereich der FFH-Gebiete bestehenden Schutzgebietsverordnungen bleiben weiterhin gültig.

Der Entwurf der Verordnung mit der Anlage 1, die die festgelegten FFH-Gebiete näher bestimmt und die die in den jeweiligen FFH-Gebieten vorkommenden Lebensraumtypen und Arten sowie die zugehörigen lebensraumtyp- und artspezifischen Erhaltungsziele festlegt, und der Anlage 2, die die Übersichtskarten und Detailkarten zur Gebietsabgrenzung der FFH-Gebiete enthält, liegt in Papierform beim Regierungspräsidium Karlsruhe (Karl-Friedrich-Straße 17, 76133 Karlsruhe, 2. OG, Raum 321) für die Dauer von zwei Monaten, in der Zeit vom 09. April 2018 bis einschließlich 08. Juni 2018 während der Sprechzeiten zur kostenlosen Einsicht durch jedermann aus.

Ergänzend wird der Verordnungsentwurf einschließlich der zwei Anlagen für die Dauer der öffentlichen Auslegung auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe unter Bekanntmachungen veröffentlicht.

Des Weiteren wird der Verordnungsentwurf einschließlich der zwei Anlagen für die Dauer der öffentlichen Auslegung bei den folgenden räumlich betroffenen Naturschutzbehörden bei den Stadtkreisen und Landratsämtern im Regierungsbezirk Karlsruhe zur kostenlosen Einsicht während der Sprechzeiten elektronisch bereitgestellt:

Stadtverwaltung Baden-Baden, Fachgebiet Umwelt und Arbeitsschutz, Briegelackerstraße 8, 76532 Baden-Baden, 3. OG, Zimmer 310,
Landratsamt Calw, Vogteistraße 42-46, 75365 Calw, Haus C, Zimmer C 507,
Landratsamt Enzkreis, Amt für Baurecht und Naturschutz, Östliche-Karl-Friedrich-Straße 58, 75177 Pforzheim, 1. OG, Zimmer 102,
Landratsamt Freudenstadt, Bau- und Umweltamt, Herrenfelder Straße 14, 72250 Freudenstadt, 2. OG, Zimmer 245,
Stadtverwaltung Heidelberg, Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie, Prinz Carl, Kornmarkt 1, 69117 Heidelberg, Zimmer 2.24,
Landratsamt Karlsruhe, Beiertheimer Allee 2, 76137 Karlsruhe, 5. OG, Zimmer H 05 31,
Stadt Karlsruhe, Stadtplanungsamt, Lammstraße 7, 76133 Karlsruhe, 1. OG, Zimmer D 117,
Stadt Mannheim, Technischen Rathaus-ColliniCenter, Collinistraße 1, 68161 Mannheim, Beratungszentrum Bauen und Umwelt, Erdgeschoss,
Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis, Neckarelzer Straße 7, 74821 Mosbach, Hauptgebäude (Geb. 8), Zimmer 8.001,
Stadt Pforzheim, Amt für Umweltschutz, Luisenstraße 29, 75172 Pforzheim, 3. OG, Zimmer 306,
Landratsamt Rastatt, Am Schlossplatz 5, 76437 Rastatt, Kunden-Service-Center,, Eingangsbereich,
Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, Muthstraße 4, 74889 Sinsheim, 2. OG, Zimmer 224.

Auf Grund regierungsbezirksübergreifender FFH-Gebiete wird der Verordnungsentwurf einschließlich der Anlagen für die Dauer der öffentlichen Auslegung auch bei den Naturschutzbehörden der folgenden Landratsämter im Regierungsbezirk Freiburg elektronisch bereitgestellt:

Landratsamt Ortenaukreis, Amt für Umweltschutz, Badstraße 20, 77652 Offenburg, 2. OG, Zimmer 268 A,
Landratsamt Rottweil, Landwirtschaftsamt, Johanniterstraße 25, 78628 Rottweil, Erdgeschoss, Eingangsbereich.

Auf Grund regierungsbezirksübergreifender FFH-Gebiete wird der Verordnungsentwurf einschließlich der Anlagen für die Dauer der öffentlichen Auslegung auch bei den Naturschutzbehörden der folgenden Landratsämter im Regierungsbezirk Stuttgart elektronisch bereitgestellt:

Landratsamt Böblingen, Landwirtschaft und Naturschutz/Energieagentur, Parkstraße 16, 71034 Böblingen, Gebäudeteil D, 4. OG, vor Zimmer D 432
Landratsamt Heilbronn, Bauen, Umwelt und Nahverkehr, Kaiserstraße 1, 74072 Heilbronn, 2. OG, Zimmer K219,
Landratsamt Ludwigsburg, Kreishaus, Fachbereich 22 Umwelt, Hindenburgstraße 40, 71638 Ludwigsburg, Ebene 6, Zimmer 620,
Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Umweltschutzamt, Schmiederstraße 21, 97941 Tauberbischofsheim, Haus II, Zimmer 111.

Rechtsverbindlich sind nur das bei dem Regierungspräsidium Karlsruhe durchgeführte Verfahren und die dort öffentlich ausgelegten Unterlagen in Papierform.

Bedenken, Anregungen und Anmerkungen zu dem Verordnungsentwurf einschließlich der Anlagen können während der Auslegungsfrist schriftlich, zur Niederschrift oder elektronisch (unter Regierungspräsidium Karlsruhe, Abteilung Umwelt, Referat 55, Karl-Friedrich-Straße 17, 76133 Karlsruhe oder unter der E-Mailadresse FFHVO(@)rpk.bwl.de) beim Regierungspräsidium Karlsruhe vorgebracht werden. Hierzu kann das auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe bereitgestellte Formular verwandt werden.

Karlsruhe, den 15. Februar 2018
Regierungspräsidium Karlsruhe

Auftakt und erste Informationsveranstaltung zum Start des Managementplanes für das Natura 2000-Gebiet „Nördlicher Kraichgau“


– das Regierungspräsidium Karlsruhe lädt ein

Termin: Mittwoch 11. Mai 2016
Zeit: 15.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr
Ort: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, Muthstraße 4, 74889 Sinsheim, Raum 402

Der Nördliche Kraichgau ist eine deutlich vom Menschen geprägte, abwechslungsreiche Kulturlandschaft. Besonderes Zeugnis des menschlichen Einflusses sind die dort vorkommenden Hohlwege und Steinbrüche. Darüber hinaus findet man im Nördlichen Kraichgau aber auch naturnahe Laubwälder, Wiesenauen und Fließgewässer. Kennzeichnend für das Gebiet ist der Wechsel von Wäldern mit großen zusammenhängenden Mähwiesen, Feuchtgrünland und orchideenreichen Trocken- und Magerrasen. Die Managementplanung für das Natura 2000-Gebiet startet nun mit einer Veranstaltung im Landratsamt in Sinsheim.

Von Lobbach bis südlich Angelbachtal und von Bad Schönborn bis Neckarbischofsheim erstreckt sich das knapp 5.000 ha große Gebiet mit seinen 61 Teilflächen. Auf dieser Fläche verteilen sich die vielfältigen Lebensräume. Diese hohe Lebensraumvielfalt bringt wiederum verschiedenste Tier- und Pflanzenarten mit sich.

So werden beispielsweise neben Auenbereichen auch alte Traktorspuren von der kleinen Gelbbauchunke besiedelt, während unser größter heimischer Molch - der Kammmolch - Seen und stehende Gewässer mit reicher Unterwasservegetation vorzieht. Die Waldgebiete werden unter anderem vom Hirschkäfer genutzt. Der leicht an seinem eindrucksvollen Oberkiefer erkennbare Käfer benötigt Altholzbestände, bevorzugt mit alten Eichen. Schmetterlinge wie der Große Feuerfalter, die Spanische Flagge und der Helle Wiesenknopf-Ameisen-Bläuling lassen die blütenreichen Wiesen noch farbenfroher und lebendiger erscheinen. Bei Dunkelheit werden Fledermäuse, wie das Große Mausohr in Wiesen, Weiden und Wäldern aktiv.

Doch wie lassen sich diese häufig von Menschenhand geprägten, besonderen Lebensräume und seltenen Tier- und Pflanzenarten auf Dauer schützen und erhalten? Dazu braucht es eine Planungs-Grundlage, die an die heutigen Strukturen und Bedürfnisse der Landnutzer und Erholung-Suchenden angepasst ist. Dies will Referat Naturschutz und Landschaftspflege des Regierungspräsidiums Karlsruhe mit Hilfe des Managementplans erreichen.

Von Frühjahr 2016 bis Mitte 2019 wird im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe vom Planungsbüro Lange ein solcher Plan für dieses Gebiet erstellt. Die Grundstücke im Plangebiet dürfen zur Bestandsaufnahme betreten werden (§ 52 Abs. 1 NatSchG). Dabei werden die Lebensraumtypen und Arten von europäischer Bedeutung genau erfasst. Anschließend werden Ziele und Maßnahmen vorgeschlagen, um die wertvolle Tier- und Pflanzenwelt im Gebiet zu erhalten und zu fördern.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe möchte Ihnen zum Beginn der Bearbeitung des Managementplanes „Nördlicher Kraichgau“ einen Einblick in dieses Natura 2000-Gebiet geben und lädt Sie zu einer ersten Informationsveranstaltung am Mittwoch, den 11. Mai 2016, um 15 Uhr ins Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis nach Sinsheim (Muthstr.4, 74889 Sinsheim), Zimmer 402 ein.

Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen

Weitere Informationen können Sie der Homepage des Regierungspräsidiums Karlsruhe entnehmen: unter - Karlsruhe - Abteilung 5 Umwelt


Hinweise:


Weitere Informationen zum Thema Natura 2000 finden Sie im Internet
- www.lubw.baden-wuerttemberg.de << Themen << Natur und Landschaft
- https://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/startseite/

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