Aktuelles aus Spechbach
Grüße zu Weihnachten und Neujahr
Erstelldatum19.12.2025
Rückblick auf das Jahr 2025
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
mit dem letzten Amtsblatt des Jahres 2025 blicken wir auf ein Jahr zurück, das unsere Gemeinde gefordert, aber auch vorangebracht hat. Die Tage rund um Weihnachten laden dazu ein, innezuhalten, Dankbarkeit zu empfinden und den Blick bewusst zu weiten auf das, was gelungen ist und auf das, was vor uns liegt.
Auch 2025 stand in Spechbach ganz im Zeichen des verantwortungsvollen Umgangs mit dem, was wir haben. Mit der Fassadensanierung der Grundschule haben wir gezielt in den Erhalt kommunaler Infrastruktur investiert, ein klares Bekenntnis zum Grundschulstandort in Spechbach, zu Bildung und zu nachhaltiger Ortsentwicklung.
Ein neuer sozialer Treffpunkt entstand mit dem Samstagsplausch. An fünf Terminen wurde das Foyer der Halle zu einem Ort des Austauschs, der Information und der Begegnung. Die positive Resonanz hat gezeigt, wie wichtig solche niederschwelligen Angebote sind, deshalb werden wir dieses Format auch 2026 fortführen.
Ein besonderer Meilenstein war die Fertigstellung und Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses. Es ist Ausdruck der Wertschätzung gegenüber unserer Feuerwehr und stärkt nachhaltig die Sicherheit in unserer Gemeinde. Besonders beachtlich ist dabei der hohe persönliche Einsatz aller Mitglieder unserer Feuerwehr, tatkräftig wurden Gewerke selbst angepackt und in höchster Qualität ausgeführt. So wurde die Gemeinde in schwierigen Zeiten auch finanziell entlastet.
Mit dem Rückbau des Anwesens Wolfstraße 7, der ehemaligen Gaststätte Lamm, wurde ein Schritt vollzogen, der einen sichtbaren Wandel im Ortsbild markiert. Die Maßnahme, gefördert durch das ausgelaufene Landessanierungsprogramm, eröffnet neue Perspektiven: mehr Raum für den Spechbach, ökologische Aufwertung, Retentionsflächen bei Starkregen und zugleich vorübergehende Park- und Erholungsflächen. Besonders erfreulich ist das Engagement einer Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit viel Herzblut um Pflege und Bewässerung kümmern. Die überwältigend positive Resonanz zur Eröffnung zeigt, wie sehr dieser Ort bereits angenommen wird.
Zum Jahresabschluss konnte zudem das gärtnergepflegte Grabfeld auf dem Friedhof seiner Bestimmung übergeben werden, eine weitere würdige Beisetzungsform, die vielen Menschen ein Anliegen war.
Mit dem Beschluss, das Baugebiet Gassenjockel im öffentlichen Umlegungsverfahren zu entwickeln, ist ein weiterer Schritt für eine geordnete und vorausschauende Ortsentwicklung getan. Die Gemeinde beschäftigt sich mit diesem Bereich seit vielen Jahrzehnten, erste Überlegungen reichen mehr als 45 Jahre zurück. Nach der Wiederaufnahme der Fläche in die Flächennutzungsplanung 2017, wird nun ein weiterer Schritt umgesetzt, der die zukünftige Entwicklung unserer Gemeinde behutsam begleitet. Die Entwicklung des Baugebiets dient nicht nur der Schaffung von Wohnraum, sondern trägt auch dazu bei, unsere bestehende Infrastruktur langfristig zu sichern. Zwar gibt es derzeit keine enorme Bautätigkeit, die Nachfrage nach Bauplätzen ist aber weiterhin vorhanden, wenn auch längst nicht mehr auf dem Niveau von 2021. Bis die erste Baugrube ausgehoben werden kann, wird jedoch auch noch einige Zeit vergehen. So legen wir dennoch die Grundlagen für eine geordnete und nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde.
Das bisher Erreichte darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die finanzielle Lage der Städte und Gemeinden landesweit angespannt ist. Immer mehr Aufgaben werden den Kommunen übertragen, ohne dass Bund und Land diese dauerhaft ausreichend gegenfinanzieren. Pflichtaufgaben binden einen wachsenden Teil der Haushalte, sodass Spielräume für Investitionen und Gestaltung enger werden. Auch unsere Gemeinde ist davon betroffen. Wir sind auf Einnahmen aus Gebühren und Realsteuern angewiesen und zusätzlich in hohem Maße auf die Zuweisungen des kommunalen Finanzausgleichs. Vor diesem Hintergrund trifft die aktuelle Entwicklung Spechbach besonders. Wie unser Gemeindetagspräsident Steffen Jäger in seinem Bürgerbrief eindrücklich schrieb: Handlungsfähige Kommunen sind das Rückgrat unserer Demokratie. Ehrlichkeit, Prioritätensetzung und gemeinsame Verantwortung sind deshalb wichtiger denn je.
Vor diesem Hintergrund hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 11. Dezember 2025 die Anpassung der Grund- und Gewerbesteuer beschlossen. Dieser Entscheidung gingen intensive Beratungen voraus. Gemeinsam mit dem Finanz- und Verwaltungsausschuss wurden Ausgaben überprüft, Budgets gekürzt und Aufgaben kritisch hinterfragt. Erst auf dieser Grundlage wurde dieser Schritt gegangen. Uns ist bewusst, dass Steueranpassungen niemandem leichtfallen. Sie waren jedoch notwendig, um die langfristige Handlungsfähigkeit unserer Gemeinde zu sichern und Pflichtaufgaben weiterhin zuverlässig erfüllen zu können. Die neuen Hebesätze finden Sie in der nachfolgend abgedruckten Hebesatzsatzung und auf der Homepage der Gemeinde.
Die Herausforderungen der kommenden Jahre werden uns weiterhin fordern. Umso wichtiger bleiben Zusammenhalt, Ehrenamt und das Vertrauen in die gemeinsame Gestaltung vor Ort. Spechbach hat in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass wir Probleme nicht verdrängen, sondern verantwortungsvoll anpacken, sachlich, solidarisch und mit Blick auf kommende Generationen. Dies werden wir auch 2026 tun.
Im Namen des Gemeinderates sowie aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, ruhige und erholsame Feiertage sowie Zeit für das, was im Alltag oft zu kurz kommt. Für das Jahr 2026 wünsche ich Ihnen Gesundheit, Zuversicht und Gottes Segen. Lassen Sie uns den begonnenen Weg auch im neuen Jahr gemeinsam weitergehen, mit Maß, mit Mut und mit einem offenen Blick füreinander.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Werner Braun
Bürgermeister



