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Artikel der Rhein-Neckar-Zeitung: Wird der Sprung auf die Datenautobahn eine interkommunale Sache?

Artikel vom 07.12.2012 aus der Gemeinderatssitzung Epfenbach

Artikel der Rhein-Neckar-Zeitung: Wird der Sprung auf die Datenautobahn eine interkommunale Sache?

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung

Epfenbach. (cba) So schnell wird's wohl nicht gehen mit der Anbindung ans schnelle Netz. Doch mit einem langen Atem und Fördergeldern könnte die Gemeinde endlich den Sprung auf die Datenautobahn mit ausreichend Übertragungsgeschwindigkeit schaffen: So das Fazit nach der Gemeinderatsitzung, bei der Thilo Kübler, Projektleiter der Breitbandberatung Baden-Württemberg, die Optionen erläuterte.

Möglich wäre ein interkommunales Projekt: Ein Glasfasernetz, das die Gemeinden Epfenbach, Lobbach, Eschelbronn und Spechbach in einem Zuge vernünftig infrastrukturell erschließt. Vor allen Bemühungen aber solle das Projekt auf Kreisebene abgestimmt werden. Denn eine Einbindung des Vorhabens in das geplante Projekt des Rhein-Neckar-Kreises "fibernet.rnk" hielten Kübler sowie die Gemeinderäte für sinnvoll. Die Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Europa hat das Ziel, schrittweise die zukunftssichere Glasfaser näher an Unternehmen und Haushalte im Kreis zu bringen. Nach Wunsch von Stefan Dallinger sollen sich alle 54 Kommunen im Kreis aktiv an dem Projekt beteiligen.

Doch zunächst zur Einzelmaßnahme: Mit einer 50-prozentigen Förderung könne man rechnen, erklärte Kübler, maximal jedoch mit 150.000 Euro. Kommt die interkommunale Variante zum Zuge, gelten erhöhte Fördersätze, bei geschätzten Gesamtkosten von rund 1,2 Millionen Euro. Dass Epfenbach Bedarf an einer besseren Internetanbindung hat, dies habe die Marktanalyse gezeigt. 179 Rückmeldungen als Antwort auf die Umfrage seien eingegangen, 135 davon verwertbar. Auch die Voraussetzung für den "weißen Fleck", also eine Unterversorgung, seien erfüllt - ein weiteres Kriterium, um Fördergelder beanspruchen zu können.

Die Unterstützung durch die Beratungsfirma lässt sich die Gemeinde etwas kosten: Ein paar tausend Euro seien es im Jahr, so Bürgermeister Joachim Bösenecker auf RNZ-Anfrage.

Klar wurde bei der Sitzung auch: Mit ein bisschen Baggern und Andocken ist es nicht getan. Erschließungstechnisch keine einfache Sache sei die Anbindung, so der Tenor. Von sogenannten Hybridlösungen sprach Kübler, die vorwiegend zum Einsatz kommen könnten: Eine Kombination von kabel- und funkgestützten Elementen zur Errichtung eines Breitbandnetzes.

Anschließen könnte man mit einem Kupferkabel am Netzknoten Waibstadt, das sich in Form einer Baumstruktur bis zur Ortslage verzweige. Ein Angebot von der Telekom zur Erschließung habe man bereits eingeholt. "Zu teuer" befand Kübler. "Das zeigt ein großes Desinteresse, die Versorgung zu verbessern". Mit alternativen Firmen werde man wohl arbeiten. Möglich wäre beispielsweise auch ein Anschluss über den Kanal, wo die Leitung eingeklinkt werden könnte.

Steht erst mal die "passive Infrastruktur", müsse man noch einen Betreiber suchen. Wichtig war den Räten zu wissen, ob die jüngsten Aktivitäten zur Funkanbindung das Projekt gefährden könnten. "LTE hat auf eine mögliche Förderung keine Auswirkung", so Kübler. Nicht nur der Mobilfunkbetreiber O2 rüstete jetzt die Gemeinde mit LTE-Technik auf, auch die Telekom will offenbar ihrer längst fälligen Leistung nachkommen und in den nächsten zwei Wochen am Rathausmast nachziehen, informierte Bösenecker das Gremium. Frühestens in eineinhalb Jahren, so Kübler, könne man mit 25 Megabit pro Sekunde rechnen. Und das sei noch sehr optimistisch. "Wir stehen erst am Anfang des Projektes". Als nächstes soll dieses den anderen Gemeinden vorgestellt werden.

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